Kamerade (Mathias Zogg)

Kamerade wei mir si immer zäme hebe nid nur bi me Glesli Wy, nei ou süsch im Läbe, wenn’s Dir einisch nid rächt geit, bruchsch e Fründ wo zue dir steit, wenn’s Dir einisch nid rächt geit, bruchsch e Fründ wo zue dir steit.

Kamerade wei mir si und enang vertroue, das git s’beschte Fundamänt do chasch gwüss druf boue, wenn’s Dir einisch nid rächt geit, bruchsch e Fründ wo zue dir steit. Wenn’s Dir einisch nid rächt geit, bruchsch e Fründ wo zue dir steit.

Kamerade wei mir si ou mit wysse Hoore, zämestoh dür dick u dünn so wie au die Johre, wenn’s Dir einisch nid rächt geit, bruchsch e Fründ wo zue dir steit, wenn’s Dir einisch nid rächt geit, bruchsch e Fründ wo zue dir steit.


Kuhreihen
(Oskar Friedrich Schmalz)

Hie häre, ihr Senne, hie gä mir üs z’kenne. Mir hei üs nit z’schäme we d’Herrelüt chöme u luege üs a. Mir wie se lo luege. Z’letscht wärde ne d’Mugge vo säuber vergoh, vo säuber vergoh. Mir Ämmitaler si rächti Burs, mir hei’s de angere use, mir mache guete feisse Chäs u chehrene süsch wird är z’räss, de tät es mir drab gruse.

Die Lüt i de Städte, mi meinti si hätte dr Himmu uf Ärde, u keiner Beschwärde, so stouz gö si dri! Dört hinger de Muure, do müesst i versuure, möchte dört haut nit si, möchte dört haut nit si. Mir Ämmitaler si chächi Lüt, hei keiner gmolete Froue, hei Fröid a rote Bäcklene, u Haublin a de Fäcklene, so darf me üs wohu luege.

Ihr Lüt i de Städte, weit dir mit üs wette, mir Chüejer u Senne, mir gä üs no z’kenne u tuscheti nid. Mir hei üser Fröide, uf Bärge u Weide zur sunnige Zyt, zur sunnige Zyt! Mir Ämmitaler si rächti Burs, mir hei’s de angere use, möi s’ganze Johr chlei luschtig si, sigs bi dr Müuch oder ou bim Wy, keis weders tuet üs gruse.

Letzte Änderung: 11. April, 2018