E gschänkte Tag (Adolf Stähli)

Wenn dr Himmuvouer Wuuche steit, git es Tage wo di nüt meh fröit, de vergiss im Läbe nie, dass aui Wuuche wyter zieh.

Bringt e ruuche Luft dir Froscht u Schnee, chasch di Wäg und ou dis Ziehu nid gseh. Jo de chunnt ou mou die Zyt, wo’s wieder Auperose git.

Steit de d’Sunne goudig übrem Tau, dank derfür u sing u jutz es Mou. Fröi di dra, vergiss di Chlag u dänk es sig e gschänkte Tag!



E Luusbueb
(Josef Dubach)

I kenne es chlises, luschtigs Büebli, e Luusbueb, dass chasch ihm nüme nä. Het geschter vo s’Nochber’s schönschte Rüebli de chline Chüngle z’frässe gä.
Dr Bueb seit: Loset dir Herr Marti, die Chüngle hei e mega Party.

Und s’Grosi cha d’Brüue nüme finge, e jede suecht vom Chäuer bis zum Dach. Dr Chlinscht nid, spüut Dusse bi der Linge u jetz lueg, dä weiss chli meh vo dr Sach.
Dr Bueb seit: D’Brühe, s’isch doch s’Goudi, treit üse aute Chatzemoudi.

Dr Bueb muess dr Tante Vroni go säge, si söu doch morn zum Kafichränzli cho. Nur das nid, versteckt sech bi dr Stänge und am nöchschte Tag isch Tante nid do.
Dr Bueb seit: Gloubsch, die het’s vergässe und är darf d’Turte säuber ässe.



E Wunsch
(Robert Fellmann)

Wenn dr Früehlig afot schaffe, auerorts si Pracht verströit. Het’s uf Ärde nid nur d’Mönsche, het’s ou aui Tierli gfröit. Het’s uf Ärde nid nur d’Mönsche, het’s ou aui Tierli gfröit.

Jedes Wäse lot sech ghöre, bringt was cha a Melodie. Hunderttuusig Stimme danke Gott i einer Harmonie. Hunderttuusig Stimme danke Gott i einer Harmonie.

Suuber schiine gseht me d’Bärge, Farbe glänze Baum u Huus. S’Land das gseht im nöie Läbe, wie früsch putzt u gstriche us. S’Land das gseht im nöie Läbe, wie früsch putzt u gstriche us.

Wenn i chönnt vom Früehlig wünsche, hätt i nur dr einzig Wunsch. Seit i Früehlig mach mer s’Müeti ou so nöi wenn wieder chunnsch. Seit i Früehlig mach mer s’Müeti ou so nöi wenn wieder chunnsch.



Eigethalerlied
(Robert Fellmann)

Nüt geit über s’Schwyzerländli, schön ischs währli überau. Doch bi goscht am Schönschte isch’s bi üs im Eigethau. Isch’s bi üs deheime, isch’s bi üs deheim, isch’s bi üs deheim im Eigethau.

S’Echo treit ab Flüehne Jutzer, Windli bringe Gloggetön. Niene wie bi üs dört hinge, tönt es Lied so herrlech schön. Tönt es Lied so herrlech, tönt es Lied so schön, tönt es Lied so schön, so herrlech schön.

Aues simer gstandni Buure, hei für d’Heimat Härz u Sinn. Wüsse nid vo Stedtersorge, läbe wie im Himmu inn. Läbe sorgefroh, jo läbe sorgefroh, läbe froh as wie im Himmu inn.



Enzian
(Ernst Märki)

Oh Enzian, jetz säg mir ou, wohär dis schöne, töife Blau? Di Kelch, so sammet weich u zart, so fyn di ganzi Bluemeart.

Oh Enzian, wie churz dis Si! Verblüeje muesch du so gli, Gott sötti dir nie s’Läbe näh, dass du üs gäng chli Fröid chönntsch gä.

Am Obe, wenn i go zur Rueh, do tue ni mini Blüete zue. Erscht d’Sunne weckt se wieder uf, dass jo kei Nachtfroscht faui druf.



Es Blüemli
(Emil Herzog)

Am Obe si mir luschtig, am Morge si mir froh u fange eis a jutze, mir Senne si haut so. Bi üsne liebe Chueleni uf saftig grüener Weid, wenn d’Chüejerglogge lüte, chlopft üser’s Härz vor Fröid.

Dr Wasserfau tuet ruusche, z’nächscht hinge bi dr Flueh, dört het es Auperösli, jo währli grad bis gnue. Scho mängisch hani gsinnet u lisli dänkt derby, oh chönnt i doch ou so nes härzigs Blüemli si.

Doch weiss i mir es Blüemli, vo zarter, hübscher Art, i bi ganz dri versässe, wett säge grad vernarrt. Mis Blüemli, du mis Blüemeli, mis liebe Blüemeli, möchte ohni di nümm läbe, chönnt ohni di nümm si.



Es Lied, wo ds Härz erfreut
(Adolf Stähli)

Vor mängem Johr bi ni dert Obe im Aumithuus deheime gsi. No hüt go ni gärn i Gedanke bir aute Tür us und i. I dänke a ne Sunntigmorge u a nes suuber’s fründlech’s Huus, do kennsch kei Striit, kennsche keiner Sorge, do tönt es Lied dür d’Meie uus.

Im Houderstruuch grad näb dr Loube het’s aube jungi Amsle gha. Möcht’s nomou gseh mit Chinderouge i möcht nomou bim Näschtli stoh. E schönri Wäut chasch niene finge, aus dört um s’liebe Aumithuus. Jetz weiss i ou, werum i singe, werum i jutze obe uus.

I möcht mir Heimat öppis schänke, wo über Gäud u Güeter geit. Drum chönnt i mir nüt schöner’s dänke, aus so nes Lied, wo s’Härz erfröit. Ha mängisch dänkt, wie’s chäm uf Ärde, we d’Mönschheit ohni Lieder wär? S’wär wie ne Heimat ohni Bärge, das wär es Läbe öd u läär!



Es tönt e Ruef
(Max Huggler)

Ghörsch du dä Ruef dürs Schwyzerland, s’isch Heimatsprooch vom Buurestand. Es tönt so häu und wunderschön s’Jodulied mit warme Tön. I jedem Schwyzerhärze inn isch e töife Heimatsinn.

Geits uf der Wäut gar artig zue, de sueschs es Plätzli für di Rueh. Nimm doch dr Wanderstab zur Hang s’geit düruf zur höche Wang. Do Obe wird mis Härz so froh möchte is Tau jetz nüme go.

Isch d’Aupewäut so einzig schön, wenn blost ou no so fescht dr Föhn. Ghörsch du dä Ruef dür’s Schwyzerland, s’Auphorn isch’s vor steile Wang. Es tüe verklinge lis die Tön, Heimat wie bisch du so schön!



Es treichelet heizue
(Alfons Gugler)

I gange über d’Weide i mit Wehmuet und mit Truure. Kei Gras, kei Haum, keis Blüemli meh, es tuet eim würklich schuure. Dr Näbu geischtret d’Haude uf, es chautet i dr Höchi u d’Gemschi tribts vo Grat u Flueh dr Hütte ganz i d’Nöchi.

Ds letscht Röichli strycht de Wuuche no, us mängem brune Hüüsli. Dr Hirt tuet Tür u Läde zue, es chuttet haut so grüssli. Bau treichelets dür d’Böde us, vo aune Schlünd u Chräche, do Obe zieht dr Winter i, ruuschts us de wüude Bäche.

No einisch luege ni mit Weh, nahm Hüttli bi de Flüehne, mi Jutzer klingt dür d’Tanne us zum Glöggle vo de Chüene. U sött ig einisch nüme cho, we d’Chueli z’Aupe gange, tönt doch us aune Glogge no, mis Weh, mis Bärgverlange.



Ewigi Liäbi
(Padi Bernhard & mash)

Nimm mi i Arm und drück mich fescht a di und lo mi numme los, i tanke mi grad a dir uf, wüu's eifach so guet tuet. I ha di gärn, i bruche di, jo i bi süchtig nach dir doch Garantie chan i dir e keini gä, dass es für immer so wird si.

Ewigi Liebi - das wünsch i dir, ewigi Liebi - das wünsch i mir, ewigi Liebi - nume für üs zwöi, ewigi Liebi – für mi bi dir Deheim.

Säg nid für immer u säg nid nie, i gibe Aues für di uf di Blick hed igschlage i mis Härz, hesch mich zum brönne brocht. Troffe vo däm Stromstoss, wo so guet tuet, würdi aues mache, aues gä, aues für di tue, i lo di nümme los.

Ewigi Liebi - das wünsch i dir, ewigi Liebi - das wünsch i mir, ewigi Liebi - nume für üs zwöi, ewigi Liebi – für mi bi dir Deheim.

Jo i weiss Liebi chunnt und geit, wiene Cherze schmöuzt si wäg, jo, wienes Lied hört sie eifach uf
oder si haut eifach ab, niemer seit, es sigi eifach, es isch es einzigs gäh und näh s'git kei Verlüürer oder Gwünner i däm Würfuspüu.

Ewigi Liebi - das wünsch i dir, ewigi Liebi....

Letzte Änderung: 11. April, 2018