Chächi Manne (Ernst Sommer)

Chächi Manne, chächi Senne wachse us em Chüejerstang. Die hei s’Härz am rächte Fläcke, heilig isch ne s’Schwyzerland. Isch dr Bode hert u steinig, mit em Herrgott si si einig, si si einig.

Chächi Manne, chächi Senne wie Granit steit jedo do. Üse Schöpfer het se gmeisslet, keine söu i d’Nöchi cho, wo verborge und verbländet üsi Schwyz u d’Heimat gschändet, d’Heimat gschändet.

Chächi Manne, chächi Senne stöh i d’Hose wenn’s muess si. Sig’s bim Schwinge, sig’s im Wätter keine zieht dr Äke i. Hei si grunge, hei si gschwunge, wird im Friede wieder gsunge, wieder gsunge.



Chiltgang
(Robert Fellmann)

Es schliiche vier Buebe um s’Sunnmatters Huus. Tüe aues us luege lö Jüzerli us. Dr gröscht chlopft a s’Fänschter u verbirgt sich derno. U weich s’Härz vou Liebi fot z’singe är a: Oh Liseli mis Schätzli tue uf u gib mir es Schmätzli.

Es rodt sich im Stübli dr Ätti steit uf. Wär grölet do usse so brüelet är ruuch. So schwieg doch seit s’Meitschi ghörsch nid s’isch mi Schatz u liesli aus Antwort singt’s dunge ufem Platz: Oh ja mis härzig Schätzli i bis u möcht es Schmätzli.

Die Buebe si dinne im gschtliche Huus. U anger tüe geitsche zum lose e Grus. Lo gseh di rüeft eine, mir prügle di ab. Vou Angst u mit Trändli seit s’Meitschi zum Chnab: Gang nid mis einzig Schätzli i gib dir tuusig Schmätzli.

Am Morge am vieri gits ändlech doch Rueh. A Liseli’s Fänschter gö d’Lädeli zue. D’Stärne verlösche scho rodt sich dr Tag. Zum Abschied mit jutze tönt’s ufe em Hag: Läbwohu mis härzig Schätzli, i dank Dir no für d’Schmätzli. Guet Nacht mis Lieb, läbwou guet Nacht.



Chüejerläbe
(Adolf Stähli)

Hejaho! Wär’s ma verliede söu zu üs uf d’Aupe cho! Wär de weis, wie mir’s da trybe, wird baud einisch wieder cho. Wär de weis, wie mir’s da trybe, wird bald einisch wieder cho.

Chöi au Tag no zwöi Mou chäse, wüu me gäng no Müuch gnue het. Das wir mir es artigs Wäse, we me do nid jutze wett. Das wir mir es artigs Wäse, we me do nid jutze wett. 

Sunneglanz uf Bärg u Matte, Sunneglanz i Härz u Sinn; de vertreisch o besser d’Schatte: ds wahre Glück lyt zwüsche inn. De vertreisch o besser d’Schatte: ds wahre Glück lyt zwüsche inn.

Hundert Tag si mir do obe u hei schöni Chüejerzyt. Üse Herrgott wei mir lobe, dass es Chüejerläbe git. Üse Herrgott wei mir lobe, dass es Chüejerläbe git.



Chum lueg!
(Hannes Fuhrer)

Chum lue! Fasch über d’Nacht, het üs dr Föhn der Früehlig brocht! Warmi Luft fahrt über d’Matte, s’letschte Schneeli schmüutzt im Schatte. Schnee und Is Vergangeheit! Liebi, Blueme, Heiterkeit!

Chum lue der Früehlig a! Jo nim Dir Zyt u blieb chli stoh. Chum cho luege uf de Fäuder. Chum cho luege i de Wäuder. Was dir do entgägelacht. Ärdeschöni Früehligspracht!

Chum los die Harmonie, u gniess die Früehligsmelodie. Wie nes jublet vouer Fröide, über Fäuder, Waud u Weide. Liebeslieder überau. Chum, u los ou Du es Mou!



Chumm mit mer!
(Ueli Moor)

I wett mir dir am Sunntigmorge dür das schöne Bärgtau i. Ganz unbeschwärt und ohni Sorge mit dir dörfe zäme si. Ganz unbeschwärt und ohni Sorge mit dir dörfe zäme si.

E Matte vou vo Ankebaue, e wie s’Härz jetz schnöuer schloht. Chli drunger zueche Enziane wie nes Strüssli schön parat. Chli drunger zueche Enziane wie nes Strüssli schön parat.  

I dere wunderschöne Bärgwäut bini ganz e angre Mönsch. I ha e Wunsch näbscht gueter Gsundheit, dass no mängisch mit mir chunnsch. I ha e Wunsch näbscht gueter Gsundheit, dass no mängisch mit mir chunnsch.


Letzte Änderung: 11. April, 2018